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Mutterbande
Ada, Toni, Betti, Tricy – Innsbruck, Bozen, Ala, Tarrenz: Ein gesamtes Jahrhundert und seine Verwerfungen spiegelt sich in den Erzählungen von Frauen, deren Leben von den Entscheidungen Anderer geprägt wurden. Weggehen, weggegeben werden, nie richtig dazugehören; so unterschiedlich die Schicksale sind, verbindet sie doch das eine: das Fremd-Sein und die durchaus zwiespältige Sehnsucht nach Rückkehr und Zugehörigkeit. In den 1980er Jahren setzt sich die Geschichte mit Bettis Tochter Tricy fort: Kann es ihr gelingen, die Fremdheit als Erbe der mitunter gespenstisch widerhallenden Stimmen ihrer Mutterbande anzuerkennen und sie gleichzeitig hinter sich zu lassen? Anna Rottensteiner gibt in ihrem dritten Roman jenen eine Stimme, die weder hier noch dort dazugehör(t)en, auf der Suche nach einer Sprache, die das Dazwischen-Sein als Utopie zu skizzieren vermag.
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