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Was gut war
Was bleibt von Alexander Langer (1946–1995), von seinem vielfältigen Denken, von seinem zivilen Engagement, von seiner universellen Botschaft? Goffredo Fofi zeichnet Leben und Wirken seines Freundes Alexander nach und erinnert sich lebendig und freimütig an den heterodoxen und visionären Intellektuellen, an den unermüdlichen Aktivisten, den Verfechter der Gewaltlosigkeit, den Vorreiter des Umweltschutzes und an den energischen Fürsprecher eines friedlichen Zusammenlebens verschiedener Ethnien. Dreißig Jahre nach seinem Tod – mit dem symbolisch eine Ära von Kämpfen, Hoffnungen und „guter Politik“ zu Ende ging – entsteht das Porträt eines Menschen von beharrlicher Gesprächsbereitschaft, mit christlichen Wurzeln, stets im Spannungsfeld zwischen ethischer Kohärenz und unvermeidlichen Widersprüchen, großzügigen Bemühungen und verborgenen Schwächen. Es entsteht fast das Porträt einer Generation, die zwar „unterlegen“, aber nicht „verloren“ ist.
Aus weiteren Beiträgen derer, die ihn kannten und mit ihm zu tun hatten, aus seiner Biografie, vor allem aber aus seinen Schriften – die in einer kleinen Auswahl versammelt sind – ergibt sich ein spirituelles Vermächtnis, das eine Quelle für Ideen und Praktiken ist, um sich eine andere Zukunft vorzustellen und sie zu gestalten. In einer Welt, die von bewaffneten Konflikten und neuen Nationalismen erschüttert wird, bei einem Entwicklungsmodell, das zunehmend auf wahlloser Ausbeutung natürlicher und menschlicher Ressourcen beruht, bleibt Alexander Langer eine Figur von außerordentlicher, zuweilen überraschender Aktualität.
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