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Wellen
Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon.
Mit dem Autorenporträt aus dem Metzler Lexikon Autoren.
Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.
»Keyserling versteht einen Sommerabend so zu beschreiben, dass man während seines Glühens und Verdämmerns das Gefühl des ganzen Lebens hat.« – Was Hermann Hesse über Keyserlings Prosa schreibt, gilt für den Roman ›Wellen‹ in besonderem Maße, der ein wahres Meisterwerk atmosphärischer Naturbeschreibungen ist. Zugleich aber ist er – und das macht ihn so beunruhigend modern – auch Meisterwerk einer sprachkritischen Ironie, die sich gegen unsere hohlen Sommerklischees richtet. »Mondschein und Meer, Meer und Mondschein, sagte er und wiegte sacht den Kopf, da kann man gefühlvoll werden. Das Meer macht immer Eindruck. Die Unendlichkeit ist eben die Unendlichkeit, nicht wahr.«
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