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Die Feuerprobe
"Die Feuerprobe" ist ein apokalyptischer Tagtraum, ein allegorisches Psychotrauma mit befreiendem Ausgang, das sich in wenigen Minuten vollzieht. Ein Mann erwacht aus einer Art Ohnmacht und rekapituliert einen emotionalen Läuterungsprozeß, dessen Intensität im Bild einer Brandkatastrophe veranschaulicht wird. Nach glücklich überstandener Mutprobe (er setzt sein Leben aufs Spiel, indem er den Flammenherd durchdringt, um den Schlüssel eines Hydranten zu erreichen) erschließen sich die unterirdischen Wasserquellen. Es gelingt ihm schließlich, den traumatischen Brand doch noch zu löschen und damit ein neues stabilisiertes Verhältnis zur Wirklichkeit, zu seiner Frau und seinem Kind zu gewinnen. "Das Feuer ist nicht nur die rein persönliche Leidenschaft", schrieb Ernst Weiß selbst über sein Buch, "die Liebe zu einer schönen Frau ohne Güte, - das Feuer geht weiter, auch der Unschuldige leidet, auch die Sterne des Weltalls brennen, und der schuldige Mann, der dies alles nur allzu klar erkennen muß, wird nicht wissen, wo er sein Haupt zur Ruhe betten soll, wo er mit der Arbeit seiner Hände beginnen kann, wo er seinen Frieden findet, - bevor er sich nicht bewährt hat ... Ich habe unbarmherzig auch mich selbst geschildert - vielleicht ist etwas von dieser Unbedingtheit auch in das Werk übergegangen."
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