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Tsurky-Hilky
Kirjeldus keeles saksa
„Die Kinder spielten mit ihren Stöcken Tsurky-Hilky – das einzige Glück auf dieser Welt. Der Wind wirbelte eine feuerrote Säule aus Staub auf, und die noch unberührten kindlichen Lungen atmeten ihn ein.”
Diese Kinder leben in einem der bekanntesten Stadtviertel der Weltliteratur: der Moldawanka, dem alten jüdischen Quartier in der südukrainischen Hafenstadt Odessa, dem Isaak Babel mit seinen Geschichten aus Odessa einst ein literarisches Denkmal setzte.
Wie Babel zu Beginn des 20. Jahrhunderts, beschreibt gut 100 Jahre später Ganna
Kostenko nicht die glitzernde Stadt der reichen Kaufleute, sondern taucht ein in die Welt der Ausgestoßenen und Kleinganoven, der armen Leute der Moldawanka, wo sich zaristische, sowjetische und ukrainische Geschichte überschneiden. Odessa, die kosmopolitische Metropole am Schwarzen Meer, schrumpft in Kostenkos Text zum schattigen Innenhof eines bröckelnden Hauses.
Tsurky-Hilky kreist um das Haus und seine Bewohner, vielstimmig und verspielt blickt es auf den Hof, in dem sich die Lebenswege der Figuren kreuzen, erzählt von Tauben auf dem Dach und Leichen im Keller. So entsteht ein Mosaik des Lebens in der Moldawanka – rau, poetisch und voller Geschichten, die gehört werden wollen.
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