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Der Briefwechsel
Descrizione in tedesco
287 Briefe schrieben sich Peter Rühmkorf und Marcel Reich-Ranicki. 1973 übernahm Reich-Ranicki das Ressort Literatur und literarisches Leben in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und rief ein Jahr später die Frankfurter Anthologie ins Leben, die er bis zu seinem Tode betreute. Damit setzte er Maßstäbe im deutschsprachigen Feuilleton. Zu den ersten Autoren, die Reich-Ranicki für die Mitarbeit in der FAZ gewann, zählte Peter Rühmkorf - er lieferte von 1974 bis fast zu seinem Tod im Jahr 2008 zahlreiche Beiträge. Der Briefwechsel zeigt einen charmant-werbenden Feuilletonredakteur und einen talentierten, aber unzuverlässigen Dichter im Gespräch über Bücher ebenso wie die Politik der alten Bundesrepublik und ihren Wandel nach 1989. Wegen Reich-Ranickis Umgang mit dem Roman »Ein weites Feld« von Günter Grass kündigte Rühmkorf 1995 krachend die Arbeitsbeziehung, nach fünf Jahren versöhnten sich die beiden wieder - sie wussten, was sie voneinander halten sollten und wollten. Auch als Briefeschreiber präsentieren sie sich glänzend, ganz gleich, worüber sie sich gerade austauschen oder worüber sie sich beim jeweils anderen beschweren, beklagen - ganz gleich, ob sie loben oder schimpfen.
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