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JUDASPRINZIP
Descrizione in tedesco
Bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 bestanden in Berlin und Wien zahlreich Schwulen- und Lesben-Lokale. Als Ernst Röhm die NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) durch Anfügen der SA aufwertete, Röhm also in den Fokus seines Führers gelangte, bestritt Hitler trotz massiver Anfeindungen des “schwulen Bruders“ (Röhms) sein Wissen um dessen homophilen Wuchs. Dies auch, um den “Du-Freund“ des angeblichen “Führers aller Führer“ aufgrund noch attestierter Brauchbarkeit vor dem mörderischen Mob zu schützen.
Als Röhm im Jahre 1934 so weit ging, gleichgeschlechtliche Handlungen im Rahmen einer vorsorglich proklamierten Reform ähnlich zu stellen, ließ Hitler seinen schließlich zum “Nichtsnutz“ degradierten Kameraden am 1. Juli des gleichen Jahres in der “Nacht der langen Messer“ ermorden. Was Edmund Heines (ebenso NSDAP) aufgrund bewahrter Distanz zu Hitler schaffte (Heines war bekennender Schwuler und eifriger Besucher/Förderer von “Stricher-Kreisen“), durfte Röhm nicht gelingen. Dies auch, da die Ideologen der NSDAP der Überzeugung waren, dass Homosexualität “inkompatibel“ zu den Bestrebungen des Nationalsozialismus sei, zumal jene die “Reproduktion der Herrenrasse“ verhindere.
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